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Ratgeber · Verkaufen

Wie lange dauert ein Immobilienverkauf?

Zu den Phasen

Die ehrliche Antwort: Das lässt sich nicht pauschal sagen. Ein Verkauf besteht aus mehreren Phasen, und jede hat ihre eigenen Bremsen. Wer sie kennt, kann besser planen – etwa, wann das neue Zuhause bezugsfertig sein muss oder wann das Geld da sein soll.

Stand: 26. Oktober 2026 · Beschrieben ist die Praxis in Rostock und Mecklenburg-Vorpommern, nicht die Rechtslage im Einzelfall. Geschrieben von Sebastian Nagel, Immobilienmakler in Rostock-Warnemünde.

Kurz gesagt

Drei Sätze,
bevor Sie weiterlesen

Das Wichtigste passt in drei Absätze. Alles danach sind Einzelheiten.

  1. Rechnen Sie in Monaten, nicht in Wochen

    Von der ersten Vorbereitung bis zur Übergabe vergehen meist mehrere Monate. Wie viele, hängt an Objekt, Preis, Markt und Käufer.

  2. Die Vorbereitung bestimmt das Tempo

    Fehlende Unterlagen und ein Preis, der nicht zum Markt passt, sind zwei typische Gründe, warum sich ein Verkauf in die Länge zieht.

  3. Nach dem Notartermin ist noch nicht Schluss

    Bis der Kaufpreis fällig ist und die Schlüssel übergeben werden, müssen die Voraussetzungen aus dem Kaufvertrag erfüllt sein. Auch das braucht Zeit.

Die Phasen eines Verkaufs

Vorbereitung: Wert und Unterlagen

Am Anfang stehen die Wertermittlung und die Unterlagen: Grundbuchauszug, Flurkarte, Baupläne, Wohnflächenberechnung, Energieausweis, bei Wohnungen die Unterlagen der Hausverwaltung. Manches liegt sofort vor, auf anderes warten Sie bei Ämtern oder der Verwaltung. Wer hier früh anfängt, gewinnt die meiste Zeit.

Vermarktung und Besichtigungen

Mit Fotos, Exposé und Inseraten beginnt die Vermarktung. Wie schnell sich passende Käufer melden, hängt vor allem an Preis, Lage und Zustand. Danach folgen Besichtigungen, oft auch zweite Termine – etwa mit einem Handwerker oder dem Finanzierungsberater des Käufers.

Verhandlung und Finanzierung des Käufers

Ist ein Käufer gefunden, wird über den Preis gesprochen. Bevor es zum Notar geht, sollte die Finanzierung des Käufers stehen – eine Zusage der Bank, nicht nur eine Voranfrage. Das kostet Zeit, ist aber der wichtigste Schutz davor, dass der Verkauf kurz vor dem Ziel scheitert.

Notar und Kaufvertrag

Der Notar erstellt den Entwurf des Kaufvertrags und schickt ihn beiden Seiten vorab. Für Verbraucher gibt es eine Vorschrift, wie lange der Entwurf vor dem Beurkundungstermin vorliegen muss – der Notar plant das ein. Fragen zum Entwurf klären Sie in dieser Zeit direkt mit ihm.

Von der Beurkundung bis zur Übergabe

Nach dem Termin beantragt der Notar die Vormerkung im Grundbuch und holt fehlende Genehmigungen oder Löschungsunterlagen ein. Erst wenn alles vorliegt, teilt er mit, dass der Kaufpreis fällig ist. Nach der Zahlung folgt die Übergabe mit Protokoll; die Umschreibung im Grundbuch kann danach noch dauern.

Was einen Immobilienverkauf beschleunigt – und was ihn bremst

Schneller geht es mit vollständigen Unterlagen, einem begründeten Preis, guten Fotos und Käufern, deren Finanzierung geprüft ist.

Bremsend wirken unklare Eigentumsverhältnisse, etwa in einer Erbengemeinschaft, fehlende Genehmigungen oder ein Preis, der mehrfach gesenkt werden muss.

Häufige Fragen zur Dauer

Wann bekomme ich das Geld?

Wenn der Notar die Fälligkeit mitgeteilt hat und der Käufer zahlt. Wann das ist, hängt an den Voraussetzungen im Kaufvertrag – etwa der eingetragenen Vormerkung und den Löschungsunterlagen Ihrer Bank.

Kann ich nach dem Verkauf noch eine Weile in der Immobilie wohnen?

Ja, das lässt sich im Kaufvertrag vereinbaren. Der Übergabetermin wird frei verhandelt; wichtig ist, dass beide Seiten wissen, woran sie sind.

Geht ein Verkauf ohne Makler schneller?

Nicht unbedingt. Ohne Makler fallen dieselben Schritte an, und Sie erledigen sie neben Beruf und Alltag selbst. Schneller geht es vor allem, wenn der Käufer schon feststeht.

Wie lange dauert der Verkauf einer Eigentumswohnung?

Die Phasen sind dieselben. Dazu kommen die Unterlagen der Hausverwaltung – Protokolle, Wirtschaftsplan, Teilungserklärung – und, wenn die Teilungserklärung das vorsieht, die Zustimmung des Verwalters zum Verkauf.

Was passiert, wenn der Käufer abspringt?

Vor dem Notartermin ist das jederzeit möglich; deshalb ist die geprüfte Finanzierung so wichtig. Nach der Beurkundung ist der Vertrag bindend. Was bei Zahlungsverzug gilt, regelt der Kaufvertrag – Fragen dazu beantwortet der Notar.

Keine Rechtsberatung. Fragen zu Vertrag und Fälligkeit beantwortet der Notar.

Der nächste Schritt

Planen wir
Ihren Verkauf

Sie haben einen Zeitpunkt im Kopf – für den Umzug, den Neubau, den Ruhestand? Sagen Sie uns, bis wann es klappen soll. Wir sagen Ihnen ehrlich, ob das realistisch ist und was wir dafür früh angehen sollten.

Telefon

Montag bis Freitag 9 bis 18 Uhr.

E-Mail

ed.mitnevommi@tkatnok

Wo die Immobilie liegt und bis wann der Verkauf abgeschlossen sein soll – mehr brauchen wir für eine erste Antwort nicht.